REFEREEING

Neue Regeln für die Zeit vom 01.01.2010 bis 31.12.2012

Einleitung

Die IJF möchte die fundamentalen Judowerte erhalten.

In diesem Zusammenhang macht die IJF besondere Anstrengungen um die Erziehung physischer und mentaler Stärken zu erhalten und zu entwickeln.

« Judo ist ein physisches und mentales Erziehungssystem ».

Auf der anderen Seite möchte die IJF die Kampfregeln während der Olympiaqualifikationsperiode ändern. Aus diesem Grund hat die IJF viele Experimente durchgeführt und neue Regeln für die Zeitspanne vom 1. Januar 2010 bis zum 31 Dezember 2012 beschlossen.

Die Experimente wurden während der Weltmeisterschaften U 20 in Paris begonnen und bei folgenden IJF-Veranstaltungen weitergeführt: Grand Prix Abu Dhabi, 20./21. Nov. 2009, Grand Prix Qingdao (China) 28./29.Nov. 2009, Grand Slam Tokio, 11./12./13. Dez. 2009.

Strickte Anwendung der Regeln im folgenden Bereich

Verboten:  Greifen oder Blockieren der Beine:

Alle direkten Angriffe oder das Blockieren mit einer oder zwei Händen oder mit einem oder beiden Armen unterhalb des Gürtels ist verboten.

Bestrafung:                      Erster Angriff:     HANSOKUMAKE

Beispiele:

                                                                              

HANSOKUMAKE                                            HANSOKUMAKE                                                        HANSOKUMAKE  

 

                                                     

HANSOKUMAKE                                                                                            HANSOKUMAKE


 

Erlaubt: Greifen der Beine in einer Kombination von Techniken

Das Greifen der Beine ist erlaubt wenn dies nach einer ernstgemeinten Technik erfolgt und deutlich zeitlich abgesetzt ist.

(Eine ernstgemeinte Technik ist eine Technik mit der Intention, den Gegner zu werfen. Es ist das Gegenteil eines Scheinangriffs).

Gleichzeitige oder fast gleichzeitige Angriffe mit Greifen der Beine sind verboten.

Bestrafung:  Hansokumake

 

Beispiele erlaubter Kombinationen:

                   

 

Erlaubt: Greifen der Beine als Konter

Das Greifen der Beine zum Kontern ist erlaubt.

Konterangriffe sind nur in einer Sequenz von Techniken erlaubt, die durch den Gegner begonnen wurden. Das Prinzip von Go No Sen (Konterattacke).

Ohne Körperkontakt ist der Griff des Beins/der Beine verboten.

Beispiele:

       

Körperkontakt

 

Ausnahme:

Greifen der Beine ist erlaubt, wenn der Gegner einseitig übergreift.

In bezug auf den von der IJF veröffentlichen Passus: „Das Greifen der Beine ist erlaubt, wenn der Gegner einseitig übergreift“

gilt in Absprache mit dem EJU-Kampfrichterkommissionsmitglied Bernd Achilles folgender Zusatz:   ……….“und dieser Griff auf oder über die Schulter geht (nicht nur der Arm) und zum Weghalten, nicht zum Angreifen dient.

                                                 


 

Verboten:

Aus einer normalen Kumi-Kata zu entkommen, indem man mit dem Kopf unter dem Arm des Gegners durchtaucht und dann das Bein greift.

Bestrafung : HANSOKUMAKE

             

                 

Um die neuen Regeln besser verstehen zu können werden die Kampfrichter die Bestrafungen durch ein entsprechendes Handzeichen erklären.


EXTREME DEFENSIVE POSITION

 

                                                                                                                                                                                        

 


Golden Score:

Bei dem Golden Score-Teil des Kampfes werden alle erzielten Ergebnisse auf dem Scoreboard belassen, es wird nur die neue Zeit eingegeben.

Wenn am Ende des Golden Score-Teil des Kampfes kein Vorteil für einen der beiden Kämpfer auf dem Scoreboard ist, muß der Kampfrichter den gesamten Kampf bei der Urteilsfindung berücksichtigen!


 

Kampfrichtersystem

Die Kämpfe werden durch einen Kampfrichter und zwei Außenrichter an den gegenüberliegende Ecken geleitet.

Das „Care System“ mit 2 Kameras, die von zwei unterschiedlichen Winkeln aufnehmen, wird zur Unterstützung der Kampfrichter aufgestellt.

Die Kontrolle und Überwachung des „Care Systems“ wird durch die IJF Kampfrichterkommission vorgenommen.

Handlungen gegen den Geist des Judo

Jede Handlung gegen den Geist des Judo kann zu jeder Zeit des Wettkampfes mit direktem HANSOKUMAKE bestraft werden.